Bei der ersten „Kinderkirche in Reinhartshausen“ drehte sich an Erntedank alles um knackiges Gemüse, große und kleine Dankeschöns – und um eine fröhliche Gemeinschaft in der Alten Schule und in der Kirche.
Am Erntedankfest feierte vergangenen Samstag das Projekt „Kinderkirche in Reinhartshausen“ seine Premiere. Schon beim Ankommen auf dem Parkplatz bei der Alten Schule wurde deutlich: Heute stehen nicht nur die Kinder im Mittelpunkt, sondern auch allerlei knackige Gäste. Jedes Kind durfte nämlich ein Gemüse von zu Hause mitbringen. So versammelten sich Gurken, Karotten, Kartoffeln, Äpfel, Birnen und weitere Gartenstars zu einer kunterbunten Gemüseparade.
Jedes Gemüse war willkommen
Der Gottesdienst begann in der Alten Schule. Dort zündeten die kleinen Kinder zunächst Kerzen an, bevor Pfarrer Dominic Ehehalt den Gottesdienst eröffnete. Danach bekam jedes Kind die Gelegenheit, sein mitgebrachtes Gemüse zu zeigen und vorzustellen. Ob lang, rund, grün oder orange: Jedes Gemüse und auch Obst war willkommen und durfte für einen Moment im Mittelpunkt stehen.
Mit dem Gemüse verband sich zugleich die Frage, wofür wir dankbar sein können. Die Kinder fanden darauf viele schöne und berührende Antworten. Einige dankten für die gute Ernte, die Sonne, den Regen, andere dafür, dass es Mama und Papa gibt. Auch dafür, dass genug Geld vorhanden ist, um Essen und Trinken kaufen zu können, kamen dankbare Worte. So wurde deutlich: Dankbarkeit kann in einem großen Kürbis stecken, aber ebenso in den kleinen Dingen des Alltags.


Vaterunser als Ausdruck von Gemeinschaft
Nach diesem abwechslungsreichen Beginn machte sich die ganze Gruppe auf den Weg in die Kirche nebenan. Kinder und Eltern kamen dort noch einmal zusammen und beteten gemeinsam das Vaterunser vor dem reich geschmückten Erntedank-Altar. Die vertrauten Worte verbanden alle miteinander und gaben dem Erntedankfest einen feierlichen Rahmen. Zum Abschluss erteilte Pfarrer Ehehalt allen anwesenden Kindern und Eltern den Segen – damit nicht nur das „junge Gemüse“, sondern auch die großen Gäste gut behütet nach Hause gehen konnten.
Die erste „Kinderkirche in Reinhartshausen“ zeigte auf fröhliche und kindgerechte Weise, wie lebendig ein Gottesdienst sein kann. Ein herzliches Dankeschön gilt den verantwortlichen Damen Bißle, Hänßler und Bosch, die diese Premiere mit passenden Ideen, Zeit und Engagement vorbereitet und begleitet haben. Dank ihnen wurde Erntedank zu einem besonderen Erlebnis für die ganze Reinhartshausener Familie – und sogar die Karotte bekam endlich einmal die Aufmerksamkeit, die sie verdient.






